Westerwälder Hilfe für Namibia

19.06.2020

Von Menschen für Menschen

Während die Corona-Lage in Deutschland derzeit stabil erscheint, kämpfen viele Länder weiterhin mit dem COVID-19-Virus und dessen Folgen. So trifft die Corona-Pandemie  das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart. Ganz besonders die arme Bevölkerung leidet unter der Pandemie und dem Lockdown. Ein Westerwälder nutzt  seinen Geburtstag um denen zu helfen, die es am Nötigsten haben.

Franz-Josef Endres aus Sessenhausen feierte unlängst seinen 60. Geburtstag. Anstelle von Präsenten bat er um eine Spende für die Okanona Kinderhilfe Namibia – einem Verein unter der Schirmherrschaft des Evang. Krankenhauses Dierdorf/Selters (KHDS), der sich für die Betreuung und Ausbildung von Kindern in Swakopmund/Nambia einsetzt.

Große Spendenbereitschaft – enorme Wirkung

Die Spendenbereitschaft der Gratulanten war riesengroß und dankbar nahm die Vorsitzende der Okanona-Kinderhilfe, Sabine Schmalebach, den Betrag von 1.500,00 € entgegen. „Wir  waren noch im Februar in Namibia und haben mit Anette Louw, die in Südafrika alle unsere Kindergarten-, Schul- und Hilfs-Projekte persönlich betreut, die Planung für das laufende Jahr besprochen“, berichtet Sabine Schmalebach. „Im März erreichte uns dann der Hilferuf von Annette Louw. Per email berichtete sie von den ersten Corona-Fällen mit steigender Tendenz, Schulschließungen und dem Lockdown in Namibia. Unzählige Menschen haben ihr Einkommen verloren, vor allem die, die sowieso keine Rücklagen bilden konnten, alle Marktstände sind geschlossen, Taxi-Fahrer oder Car Guards werden nicht mehr benötigt und vielen Leuten wurden ganz einfach entlassen“, so die Okanona-Vorsitzende weiter.

Unbürokratisch und auch mit der großzügigen Spende von Franz-Josef Endres unterstützt die Okanona-Kinderhilfe die Menschen in und um Swakopmund in Namibia. Annette Louw hat mit dem Geld vor Ort Lebensmittel gespendet. „Ich habe in den vier Wochen Lockdown jede Woche Essenspakte für 15 Familien eingekauft und zusätzlich an ein anderes Projekt geliefert, das die Verteilung für insgesamt fast 250 Pakete koordiniert hat. Ohne diese Unterstützung hätten viele Betroffene hungern müssen. Nach dem Lockdown ist die Hygiene eine große Herausforderung. Kindergärten und Schulen sollen wieder öffnen, eine Voraussetzung hierfür sind Desinfektions- und Putzmittel. Allerdings sind die Kosten dafür so enorm, dass die Kindergärten diese selbst nicht tragen könnten. Darum habe ich die Spenden auch hierfür genutzt. Die Dankbarkeit, die mir für diese Hilfe entgegengebracht wird ist unermesslich und ich möchte sie gerne an alle Unterstützter weiter geben“, so Annette Louw in ihrer letzten email-Nachricht aus Namibia.

Alle Okanona-Patenkinder in Südafrika sind gesund und können hoffentlich bald wieder ihre Kindergärten und Schulen besuchen. Das gelang nicht zuletzt dank engagierter Menschen aus dem Westerwald – hierfür danken wir von Herzen!

Wenn Sie die Okanona Kinderhilfe Nambia e. V. unterstützen möchten, finden Sie hier die Bankverbindung: IBAN DE 63 5105 0015 0762 0714 87, BIC: NASS DE 55 XXX

 

Foto: Sabine Schmalebach, Pflegedirektorin im KHDS sowie Vorsitzende der Kinderhilfe Okanona e. V.