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Schlaganfalleinheit wird deutlich vergrößert

05.11.2021

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall. Deshalb kommt es darauf an, die Behandlung so schnell wie möglich zu beginnen, Ursachen rasch zu erkennen und zu therapieren, um weitere Schlaganfälle und Komplikationen zu vermeiden. Auch durch die immer älter werdende Bevölkerung nimmt die Zahl der Schlaganfallpatienten stetig zu. Zur Erweiterung des Versorgungsangebots wird das Evang. Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS) die Kapazitäten der Schlaganfalleinheit, der sogenannten Stroke Unit, um 50 % weiter ausbauen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 900.000,00 Euro. Die Umbauarbeiten laufen  aktuell. „Die Schlaganfallversorgung heute erfordert die höchste Aufmerksamkeit und das eingespielte und professionelle Zusammenwirken der auf Schlaganfallbehandlung spezialisierten Mitarbeiter,“ erklärt Dr. med. Benjamin Bereznai, PhD, Chefarzt der Neurologie am KHDS. „In unserer neurologischen Klinik  ist der Leitende Oberarzt mit drei Assistenzärzten 24 Stunden eigens für diese Aufgabe freigestellt. Zudem visitiere ich selbst jeden Morgen zusammen mit den Kollegen die Schlaganfalleinheit. Neben meiner Person stellen insgesamt vier Oberärzte, sieben Assistenzärzte sowie Pflegefachleute, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, MTAs und MTRAs und eine Neuropsychologin die spezialisierte Schlaganfallversorgung sicher, “ so der Facharzt für Neurologie weiter. Nur so könne man eine unverzügliche und qualitative Akutdiagnostik des Schlaganfalls gewährleisten, um die Patienten möglichst früh und gezielt zu behandeln und das verantwortliche Blutgerinnsel innerhalb der ersten halben Stunde nach Eintreffen im Krankenhaus aufzulösen, denn verlorene Zeit sei verlorenes Gehirn.

„Unsere bisherigen Kapazitäten gilt es  für die wachsende Zahl von Schlaganfallpatienten zu erhöhen“, sagt der Geschäftsführer des Krankenhauses Guido Wernert. Und auch die Erfahrungen der jüngsten Pandemie haben die Klinik zu dem Entschluss geführt, die Stroke Unit zu erweitern. „Auch während der Krise haben wir eine qualitativ hohe und in vielen Fällen lebensrettende Schlaganfallversorgung sichergestellt. Hiermit verbunden waren fraglos enorme organisatorische Notwendigkeiten. Der Bedarf und eine optimale Organisation führen uns zu dem Entschluss, unsere Stroke-Unit um  50 % deutlich erweitert auszubauen,“ so der Klinikmanager.  „Die Baumaßnahme unterstreicht noch einmal die Akzeptanz, Bedeutung und Wichtigkeit der Selterser  Stroke-Unit für die Region“, sagt der Verwaltungsratsvorsitzende Rolf-Peter Leonhardt. Beim Schlaganfall suchten die Menschen im Westerwald Hilfe in der Stroke-Unit in Selters. Ganz sicher auch deshalb, weil die Schlaganfalleinheit unter neurologischer Leitung stehe und so sinnvoll in eine Neurologische Fachklinik eingebettet sei. 

 

Bild zur Meldung: Dr. med. Benjamin Bereznai, PhD, Chefarzt der Neurologie am KHDS